Sonntag, 18 März 2018 um 17 Uhr

Ausstellungseröffnung

Mit François Lemonnier und Fabien Lefebvre ist Frankreich jetzt gleich in Doppelbesetzung und im Doppeleinsatz bei kunstwerden zu Gast. Schon am Abend zuvor sind sie auf der Bühne zu erleben.

In Form der Ausstellung rückt nun ihr anderes künstlerisches Können und Tun in den Mittelpunkt und wird bei kunstwerden bis zum 13. April zu entdecken sein. Beide Künstler, seit langem befreundet und viele gemeinsame Kunstprojekte anstiftend, freuen sich auf das eher ungewohnte Zusammenspiel – bei dem sie sich jedoch so gar nicht auf den Füßen stehen, vielmehr sinnlich in einem Raum ergänzen. Fabien Lefebvre hat für die Essener Ausstellung neben Beispielen aus seiner bildhauerischen Arbeit vor allem abstrakte Kompositionen auf flachem recycelten Trägermaterial zusammengestellt und wird mit diesen die Wände der Galerie bespielen. François Lemonnier tritt hier hingegen als Verfechter des Portraits auf und wird sein „Chez Lui“ kompakt in den Innenraum transferieren. Diesen kann man sich in der angedachten komprimierten Präsentation auch kaum entziehen, wenn man denn auch tatsächlich eintritt. Seine „Porträts aus dem Kopf“ entstehen fortwährend, auf Tourneen, nach Treffen, immer auch, wenn er sich selbst befragt und auf der Suche nach verbildlichten Emotionen ist. Für ihn ist das Portrait stets eine Frage nach dem Inneren; das Gesicht ein Vermittler gegenwärtiger Emotionen, wie auch zugleich der jeweils eigenen Vergangenheit.

Beide Künstler sind in Frankreich, im Norden der Normandie, im Département Manche geboren und leben dort. Françoise Lemonnier (*1957) ist als Autor, Komponist, Sänger, Gitarrist, Maler und Theaterregisseur tätig und damit viel und umtriebig auf Reisen. Zahlreiche Kunstprojekte, wie beispielsweise auch „Die Nacht der Schweisser“ (La Nuit de soudeurs) in Granville gehen auf ihn und seinen Freund Fabien Lefebvre (*1950) zurück, der sich vor allem als Bildhauer versteht, oft mit Holz arbeitet, vielfach aber auch unterschiedlichsten Materialien und abgelegten Gegenständen einen neuen Sinn verleiht.

Die Ausstellung wird vom kulturbüro der Stadt Essen unterstützt.