Mit der neuen Ausstellung in kunstwerden e.V. ziehen Farbe, intuitiv gesetzte „Orte“ und Bildflächen mit unzähligen Brüchen ein. Doch fragmentierte, zerstreute Formen und Strukturen auf den Bildflächen fügen sich auf eine spannende und überraschende Weise zu einem stimmigen Bild zusammen. Der Bochumer Künstler Christian H.-W. Krebs (*1965) bewegt sich in seinen Arbeiten im Grenzgebiet von Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Collage und teilweise auch Fotografie. Ausgangspunkte seiner Arbeit sind dabei zumeist gesammelte Bildfragmente, Spuren von malerischen Aktionen oder zeichnerische Exzerpte, wie beispielsweise beiläufig entstandene Kritzelzeichnungen, zufällige Farbflecken, GPS-Aufzeichnungen von Spaziergängen, botanische, technische oder mathematische Diagramme, Ausschnitte von Landkarten. Neben genauer Planung spielt in seinem Schaffen vor allem der starke Drang nach Freiheit und das Ausbrechen aus konventionellen Strukturen eine große Rolle. Seine intuitive Herangehensweise führt ihn dabei zu vordergründig abstrakten Arbeiten, die sich jedoch gegenständlichen Assoziationen nicht verschließen, wie Architekturen, Figuren oder Landschaften. Der Künstler spricht selbst gern von „gemalten Spaziergängen“. Lüften doch gerade Spaziergänge den Geist – und dazu lädt die Ausstellung mit Sicherheit auch die Besucher ein.

Christian H.-W. Krebs studierte 1986 bis 1993 Kunst an der U-GHS Essen bei Prof. László Lakner und ist seitdem als Fotograf, Lehrer, Autor und Bildender Künstler tätig. Bereits 1995 war er bereits schon mal im Bürgermeisterhaus in einer Ausstellung des „Lakner-Kreises“ zu sehen. Zuletzt stellte er im LWL-Museum Henrichshütte und im Stadtmuseum Hattingen aus und war für den Kunstpreis Ennepe-Ruhr nominiert.